Über mich

Mein Weg


Heute lebe ich wieder in Weinolsheim – dem Ort, an dem ich aufgewachsen bin und an den mich mein Weg viele Jahre später zurückgeführt hat. Schon als Kind fühlte ich mich tief mit Tieren und der Natur verbunden und war fasziniert von indigenen Völkern, ihren Kulturen und ihrem Wissen über das Leben im Einklang mit der Natur.

Christiane Bantel barfuß am Rheinufer im Abendlicht

Nach dem Abitur führte mich mein Weg zunächst für mehrere Jahre in die USA. Ich studierte Sprachen und Literatur sowie Dolmetschen und Übersetzen und arbeitete später viele Jahre im internationalen Marketing. Da ich meine Arbeit von unterschiedlichen Orten aus ausüben konnte, wurde das Reisen lange zu einem selbstverständlichen Teil meines Lebens. Ich liebte diese Freiheit, das Unterwegssein und die Begegnung mit anderen Ländern, Kulturen und Lebensweisen.

Gleichzeitig folgte ich immer auch meinem tieferen inneren Ruf. Parallel zu meinem beruflichen Weg vertiefte sich ab 2009 auch mein spiritueller und schamanischer Weg. Es folgten Seminare in schamanischer Praxis bei Olaf Bernhardt über die Foundation for Shamanic Studies. Besonders prägend war für mich 2014 die Huna-Ausbildung bei Jeanne Ruland, in der sich schamanische Praxis, Energie- und Heilarbeit sowie verschiedene spirituelle Traditionen auf eine für mich sehr stimmige Weise miteinander verbanden.

Eine der prägendsten Erfahrungen auf diesem Weg war der Tod meiner Mutter im Dezember 2015. Ich durfte sie in dieser Zeit auch schamanisch begleiten. Ihr Abschied war für mich schmerzhaft und zugleich erhebend – fast wie eine Geburt in eine andere Ebene.

Ein Jahr später wurde ich während eines Aufenthalts in Idaho ausgerechnet an ihrem Geburtstag zu einer schamanischen Feuerzeremonie eingeladen. Solche Erfahrungen vertieften meinen Weg und mein Verständnis von Leben, Tod und den Übergängen dazwischen.

Lange bewegte sich mein Leben zwischen zwei Welten: Struktur und Intuition. Business und Spiritualität. Verstand und Seele.

Schon 2015 begann ich, neben meiner damaligen beruflichen Tätigkeit Krafttierreisen anzubieten – vor allem für Kinder in meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Tief in mir wusste ich schon damals, dass genau hier meine eigentliche Berufung lag.

Mit der Zeit erkannte ich, dass diese Welten keine Gegensätze sein müssen. Die Klarheit und Bodenständigkeit meines beruflichen Weges tragen meine intuitive Arbeit bis heute. Und doch wurde der Ruf nach einem anderen, wahrhaftigeren Leben immer deutlicher.

Irgendwann spürte ich, dass etwas mich zurückrief – nach Hause und zugleich tiefer zu mir selbst.

Als die Welt während der Corona-Zeit stiller wurde, blieb auch ich zunächst in Speyer. Ein Ort, mit dem bereits meine Familiengeschichte verbunden war: Meine Urgroßmutter hatte dort als Diakonisse gelebt und gewirkt. In dieser Zeit entschied ich mich, meine Hündin Paloma aus Spanien zu adoptieren. Nur wenige Monate später wurde ich schwanger.

Die tiefste Initiation meines Lebens begann mit der Schwangerschaft und der Geburt meines Sohnes Leif.

Seine Geburt war weit mehr als der Beginn meines Mutterseins. Sie wurde zu einer tiefen Einweihung in mein Frausein und meinen eigenen Seelenweg. Mit ihm an meiner Seite wurde es unmöglich, ein Leben weiterzuführen, das nicht mehr meinem inneren Ruf entsprach. Als alleinerziehende Mutter eines kleinen Kindes weiterhin in den Strukturen eines globalen Unternehmens zu funktionieren, war für mich nicht länger stimmig – und auch nicht mehr an der Zeit.

Ich durfte Sicherheiten loslassen, Kontrolle abgeben und lernen, dem Leben auf eine neue Weise zu vertrauen. Mein Seelenweg wurde mit Leifs Ankunft kompromissloser und zugleich klarer: Nicht mehr nur davon zu wissen, sondern ihn wirklich zu gehen.

Gleichzeitig bekam meine Verbindung zu Kindern durch das Muttersein noch einmal eine neue Tiefe. Mein eigenes Kind in seinem ureigenen Wesen zu erleben, veränderte auch meinen Blick auf andere Kinder – und bestärkte mich darin, Räume zu schaffen, in denen sie gesehen und in ihrem eigenen Wesen gestärkt werden.

Leif kam bei einer Hausgeburt im geschützten Kreis von Frauen zur Welt – in dem Haus, das mein Großvater gebaut hat und in dem er auch gestorben ist. Begleitet von einer erfahrenen Hausgeburtshebamme und einer engen Freundin, die ebenfalls Hebamme ist, wurde diese Geburt für mich zu einem tiefen Erleben von Weiblichkeit, Ahnenverbundenheit und dem Wunder neuen Lebens.

Heute leben Leif, unsere Podenco-Hündin Paloma und ich in Weinolsheim. Für mich liegt eine besondere Kraft darin, zu den eigenen Wurzeln zurückzukehren und sie bewusst anzunehmen. Nicht, um dort stehen zu bleiben oder für immer an einen Ort gebunden zu sein. Sondern weil Verwurzelung und Freiheit für mich zusammengehören.

Unsere Wurzeln halten uns nicht fest. Sie schenken uns die Kraft, dem eigenen Weg zu folgen – auch wenn dieser Weg erst beim Gehen entsteht und uns eines Tages wieder an einen ganz anderen Ort führen mag.

Aus diesem gelebten Fundament heraus entstand Elaya Spirit Healing.

Heute begleite ich Kinder, Jugendliche und Erwachsene dabei, sich an ihre ureigene Essenz zu erinnern und das sichtbar werden zu lassen, was oft im Verborgenen liegt. In Seelenreisen, der Arbeit mit Krafttieren, Schwangerschaftsbegleitungen, Frauenkreisen und schamanischer Einzelbegleitung öffne ich Räume für tiefe innere Erfahrungen.

Ich empfange Bilder und Botschaften der Seele und übersetze sie in Worte, Symbole und Seelenbilder, die berühren – und vor allem im Alltag erinnert, integriert und lebendig werden dürfen.

Ich glaube daran, dass wir nicht jemand anderes werden müssen.

Sondern uns erinnern dürfen, wer wir waren, wer wir sind und wer wir immer sein werden.

Kinderbuch

Sometimes I am an Eagle, Sometimes I am a Mouse

2025 entstand gemeinsam mit meiner Freundin und Autorin Charlotte Stevenson ein Kinderbuch, das wir als Co-Autorinnen veröffentlicht haben.

Zum Buch

Keine Flügel ohne Wurzeln.

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