Rückkehr zu deiner Urweiblichkeit
Weiblichkeit bedeutet für mich nicht, einem bestimmten Bild davon zu entsprechen, wie eine Frau sein sollte.
Es geht nicht darum, weicher, wilder, intuitiver oder „weiblicher“ zu werden. Und auch nicht darum, sich in eine neue Rolle einzufügen. Für mich beginnt die Rückkehr zur Urweiblichkeit vielmehr dort, wo wir anfangen, uns selbst wieder wirklich zu begegnen – unter all den Erwartungen, Prägungen und Vorstellungen davon, wer wir sein sollten.
Urweiblichkeit bedeutet für mich Rückverbindung mit dem, was in uns ursprünglich und ureigen ist.
Mit unserem Körper und seinen Rhythmen. Mit unserer Intuition und unserer inneren Stimme. Mit den unterschiedlichen Kräften und Facetten, die in uns leben – und die sich im Laufe unseres Lebens immer wieder verändern dürfen.
Denn Frau sein ist für mich nichts Starres. Wir sind zyklische Wesen – geprägt von Rhythmen, Wandlung und den großen Schwellen unseres Lebens, von der Menarche über eine mögliche Mutterschaft bis hin zur Menopause. An jeder dieser Schwellen lassen wir etwas zurück und werden auf eine neue Weise als Frau geboren.
Gleichzeitig leben viele von uns in Strukturen, in denen Leistung, ständige Verfügbarkeit und Funktionieren selbstverständlich geworden sind. Gerade Frauen versuchen dabei oft, viele Rollen gleichzeitig zu tragen – im Beruf, in Beziehungen, in der Familie und als Mütter. Für den eigenen Rhythmus, den Körper, die Intuition und die eigenen Bedürfnisse bleibt dabei nicht immer Raum.
Für mich bedeutet gelebte Weiblichkeit deshalb auch, wieder in die eigene Eigenmacht zu kommen. Die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, Grenzen zu erkennen und für sich selbst einzustehen. Nicht länger nur danach zu fragen, was von uns erwartet wird, sondern auch danach, wie wir selbst eigentlich leben wollen.
Denn Weiblichkeit soll kein weiteres Ideal sein, das wir erfüllen müssen. Sie darf etwas sein, das wir tatsächlich leben – auf unsere eigene Weise.
Nicht noch besser funktionieren. Sondern wieder lebendiger werden.
Es gibt Zeiten des Aufblühens und der Sichtbarkeit ebenso wie Zeiten des Rückzugs. Zeiten der Klarheit und des Handelns, des Loslassens, der Wandlung und des Neubeginns.
Vielleicht beginnt deshalb eine der wesentlichsten Fragen auf diesem Weg ganz einfach mit:
Wer bin ich – wirklich?
Nicht, wer sollte ich sein. Nicht, wie sollte Weiblichkeit aussehen. Sondern: Was ist wahr für mich?
Für mich ist die Rückkehr zur Urweiblichkeit deshalb immer auch ein Weg der Selbsterkenntnis – und schließlich der Verkörperung. Denn es geht nicht nur darum, etwas über uns selbst zu wissen oder uns an etwas zu erinnern.
Es geht darum, das, was wir in uns erkennen, auch zu leben.
Frauen brauchen Frauen
So individuell unser Weg als Frau auch ist – wir müssen ihn nicht allein gehen.
Für mich liegt eine besondere Kraft darin, wenn Frauen zusammenkommen. Nicht, weil wir alle die gleichen Erfahrungen machen oder Weiblichkeit auf die gleiche Weise leben. Sondern weil wir uns gegenseitig spiegeln, erinnern und manchmal etwas in einer anderen Frau erkennen, das auch in uns selbst gesehen werden möchte.
Frauenräume können Orte des Erinnerns, Erkennens und Verkörperns sein.
Im Kreis darf Unterschiedlichkeit bestehen. Die eine Frau befindet sich vielleicht gerade in einer Phase des Aufbruchs, während eine andere Rückzug braucht. Eine steht an einer Schwelle, eine andere beginnt gerade, ihre Stimme oder ihre Kraft auf eine neue Weise zu entdecken. Gerade darin liegt für mich die Tiefe dieser Räume: Wir müssen nicht am gleichen Punkt stehen, um miteinander verbunden zu sein.
Dabei entsteht etwas, das sich nicht vollständig planen lässt. Jede Frau bringt ihre eigene Geschichte, ihre Energie und das mit, was sie gerade bewegt. Im Austausch, in gemeinsamen Erfahrungen und in dem, was sich im Kreis zeigt, entwickelt sich ein Feld, das von allen Frauen mitgetragen wird.
Ein Frauenkreis ist für mich deshalb kein Raum zum bloßen Konsumieren. Er ist ein Raum des gemeinsamen Seins und Wirkens.
Räume für Frauen
Meine Frauenräume entstehen rund um unterschiedliche Themen und weibliche Kräfte. Jeder von ihnen trägt seine eigene Energie und entwickelt sich auch durch die Frauen, die Teil davon sind.
Ich arbeite dabei nicht mit einem starren Ablauf. Neben gemeinsamen Impulsen, Ritualen und schamanischen Reisen folge ich auch hier dem, was sich im jeweiligen Raum zeigt. Ich reise für die Gruppe, empfange Bilder und Botschaften und nehme gleichzeitig wahr, welche individuellen Themen und Resonanzen innerhalb des gemeinsamen Feldes sichtbar werden.
So kann aus einem gemeinsamen Thema ein sehr persönlicher Prozess entstehen. Denn auch wenn wir als Frauen einen Raum miteinander teilen, geht jede Frau darin ihren eigenen Weg.
Meine bisherigen Frauenräume haben dabei ganz unterschiedliche Facetten berührt – von der Rückkehr zur Urweiblichkeit und der Erinnerung an die eigene Priesterinnenkraft bis hin zur heiligen Wut und der Rückverbindung mit der eigenen Kraft.
Jeder Raum ist anders. Was sie miteinander verbindet, ist die Einladung, sich selbst tiefer zu begegnen – und das Erkannte nicht nur zu erinnern, sondern zunehmend zu verkörpern.
Frauenkreise & Weiblichkeit anfragen